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Der erste REWE Green Farming Markt in Berlin: 3.000 Ballons für einen Supermarkt der Zukunft

  • Autorenbild: Michael Stein
    Michael Stein
  • 28. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Wir durften den Eingangsbereich des ersten REWE Green Farming Marktes in Berlin gestalten. Mit über 3.000 Ballons und einer Form, die sich in die Architektur des Marktes einfügt.



REWE-Filiale Felix Thomas mit grün-beiger Ballonbogen-Deko am Eingang, Tiefpreis-Schildern und Wassermelonenkisten.

Manche Projekte fühlen sich von Anfang an richtig an. Dieses gehörte dazu.


Am 21. Mai 2026 hat REWE in der Malteser Straße 136 in Berlin-Lankwitz seinen ersten Green Farming Markt eröffnet. Es ist der zweite Markt dieser Baureihe in Deutschland nach Wiesbaden und damit der Auftakt für eine neue Generation von Supermärkten in der Hauptstadt. Wir durften den Eingangsbereich gestalten.



Was diesen Markt so besonders macht


Green Farming ist kein gewöhnlicher Supermarkt. Unten wird eingekauft, oben wächst Salat.


Auf dem Dach sitzt Deutschlands größte Dachfarm mit rund 2.760 Quadratmetern, betrieben vom Berliner Unternehmen ECF Farmsystems. Der Salat wächst dort in einem hydroponischen System, nahezu ohne Erde und vollautomatisiert. Ab Sommer soll der Lankwitzer Pflücksalat direkt über den Köpfen der Kundschaft wachsen und Märkte in der ganzen Region beliefern.


Auch der Bau folgt einem klaren Gedanken. Das Tragwerk besteht aus rund 1.800 Kubikmetern heimischem Nadelholz und speichert dadurch etwa 930 Tonnen CO₂. Der Markt läuft auf 100 Prozent Grünstrom mit rund 200 Solarmodulen, nutzt Abwärme und Regenwasser und verbraucht ungefähr die Hälfte der Energie eines Standardmarktes. REWE hat rund 15 Millionen Euro investiert. Auf 2.150 Quadratmetern Verkaufsfläche arbeiten 56 Mitarbeitende, das Sortiment umfasst rund 20.000 Artikel. Ausgezeichnet wurde der Markt von der IHK als Klimaschutzpartner Berlin 2025.


Kurz gesagt: ein Ort mit Haltung. Und genau das hat unsere Aufgabe geprägt.



Unsere Aufgabe am Eingang


Der Eingang ist der erste Eindruck. Bei einer Eröffnung entscheidet dieser Moment über Stimmung, Fotos und Aufmerksamkeit. Wir sollten diesen Bereich gestalten, ohne die Holz- und Glasarchitektur zu überdecken.


Also haben wir keine aufgesetzte Deko gebaut, sondern eine Installation, die sich in die Fassade einfügt und trotzdem sichtbar bleibt. Sie rahmt den Eingang und führt den Blick ins Innere des Marktes.



Eine Farbwelt, die zum Konzept passt


Besonders stark fanden wir den Schritt der REWE Group, hier bewusst von der klassischen rot-weißen CI abzuweichen und dem Standort eine eigene visuelle Sprache zu geben.


Genau das hat unsere Gestaltung möglich gemacht. Eine Farbpalette aus Grün, Eukalyptus, Beige und Erdtönen. Natürlich, ruhig und hochwertig. So greift die Installation das Thema Green Farming nicht nur auf, sondern macht es sichtbar. Die Farben des Marktes finden sich im Eingang wieder.



Keine klassische Eröffnungsdeko


Das war uns wichtig. Keine laute, austauschbare Eröffnungsdeko. Sondern eine Installation, die sich in die Fassade einfügt und trotzdem Präsenz zeigt.


Über 3.000 Ballons wurden zu einer organischen Form verarbeitet, die sich über den Eingang legt. Großflächig, fließend und so abgestimmt, dass Ballon und Gebäude zusammen funktionieren. Aus der Nähe ein Spiel aus hunderten Details, aus der Distanz eine einzige durchgehende Bewegung.



Nachhaltige Architektur, nachhaltige Ballons


Was bei einem Gebäude wie diesem oft übersehen wird: Auch die Deko hat ein Material. Und das passt hier bewusst zum Konzept.


Wir arbeiten mit Ballons von Sempertex. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Naturkautschuk, also aus dem Milchsaft des Kautschukbaums und nicht aus Plastik. Keine künstlichen Zusatzstoffe, keine Weichmacher. Dadurch sind die Ballons vollständig biologisch abbaubar.


Dazu kommt die Herkunft. Sempertex bezieht sein Latex ausschließlich von FSC-zertifizierten Lieferanten, und alle Produkte sind ISO- und TÜV-geprüft. Für ein Gebäude, das CO₂ im Holz bindet und auf dem eigenen Dach Salat anbaut, war uns genau das wichtig. Ein nachhaltiger Markt verdient eine Installation aus einem ehrlichen, natürlichen Material.



Warum das gut zu uns passt


Wir glauben nicht an Deko von der Stange. Wir bauen Installationen, die zum Ort und zur Marke passen.


Dieses Projekt war genau das. Ein Kunde mit dem Mut, eine eigene Bildsprache zu wählen. Ein Architekturkonzept mit Haltung. Und eine Aufgabe, die Raum für echtes Eventdesign gelassen hat.


Wir freuen uns sehr, dass wir Teil dieser Eröffnung sein durften. Und dass man unsere Handschrift im Ergebnis sieht.




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